Papierfilter und Plastikfilter: Wie gut kennst du dich mit Zigarettenfiltern aus?

Der Filter ist nicht nur ein Baustein, den du zum Drehen deiner Zigarette benötigst. Er erfüllt weitere wichtige Funktionen. Hast du zum Beispiel gewusst, dass der Zigarettenfilter verhindert, dass du Tabakpartikel einatmest? Doch es gibt nicht nur den einen Zigarettenfilter mit bestimmten Funktionalitäten.

Es gibt viele unterschiedliche Filter, die Hersteller für die Produktion von Zigaretten nutzen. Darunter befinden sich sogar ein paar umweltfreundliche(re) Varianten.

Der Grund für die Entwicklung neuer Zigarettenfilter? Seit Juli 2021 hat die Europäische Union, im Rahmen der „Richtlinie über die strategische Umweltprüfung“ (SUP-Richtlinie), Einwegprodukte aus Kunststoff verboten. Tabakprodukte mit kunststoffhaltigen Varianten tragen seitdem einen Warnhinweis. Dieser informiert über die Umweltschäden, die durch kunststoffhaltige Artikel verursacht werden – weitere Details dazu erhältst du in unserem Beitrag über die SUP-Richtlinien.

Wir stellen dir im Folgenden Plastikfilter und Papierfilter vor und zeigen dir die jeweiligen Unterschiede auf. 

Papierfilter: Kompostierbare Zigarettenfilter

Diese Variante enthält keinerlei Kunststoffe, sondern besteht ausschließlich aus hochreiner Cellulose. Diese wird in einem speziellen Herstellungsverfahren zu einem Filter geformt. Papierfilter sind ungebleicht und werden folglich nicht mit Chlor behandelt.

Ein Vorteil der Variante aus Papier: Dieser zersetzt sich weitaus schneller in der Umwelt als der klassische Zigarettenfilter, der Azetat als Bestandteil hat. Das macht die Variante aus Papier vollständig kompostierbar. 

Papierfilter bieten aufgrund ihrer Kompostierbarkeit nicht nur für dich als Raucher einen Pluspunkt. Auch Zigarettenhersteller können von einem weiteren Vorteil profitieren. Die Papiervariante ist umweltschonender, da beim Herstellungsprozess des Grundmaterials – der Cellulose – weniger Energie eingesetzt werden muss. 

Zigarettenfilter aus Pappe? 

Diese Variante wird Toncar oder Tips genannt. Einige dieser Pappfilter sind perforiert – so lassen sich die Filter aus Pappe leichter falten.  

Unter diesen Zigarettenfiltern gibt es ebenfalls umweltfreundliche(re) Lösungen: Du kannst dich zum Beispiel für einen Pappfilter aus natürlichem, ungebleichtem Karton entscheiden.

 

Klassische Filter: Zigarettenfilter aus Plastik

Klassische Varianten werden auch aus Cellulose hergestellt. Diese wird allerdings im Rahmen eines chemischen Prozesses zu Celluloseacetat umgewandelt. Die so hergestellten Celluloseacetat-Flocken werden in Aceton getränkt und aus einer Spinnlösung heraus zu Fäden gesponnen. 

Mehrere dieser Fäden werden zu einem sogenannten Endlos-Band gebündelt. Anschließend folgt die Verklebung der Fäden – so bleibt die Gasdurchlässigkeit erhalten. Klassische Filter können Partikel mit einem Durchmesser von weniger als 0,2 μm aufhalten.

Die klassische Plastikvariante ist häufig mit einem korkfarbenen oder einem weißen Mundstück umhüllt. Der Nachteil: Er benötigt viele Jahre, um sich zu zersetzen.

Fazit: Warum es sich für dich lohnt auf Papierfilter umzusteigen

Worin sich Zigaretten mit klassischem Filter und Zigaretten mit Papierfilter nicht unterscheiden: Geschmacklich verändert sich nichts. Es macht also keinerlei Unterschied, ob du klassische Filter oder Papierfilter wählst.

Bist du auf der Suche nach einem nachhaltigen Filter, der gut für die Umwelt ist? Dann solltest du dir Papierfilter genauer anschauen: Diese Filter zersetzen sich schnell und sind vollständig kompostierbar, da sie zum Großteil aus Cellulose und nicht wie klassische Zigarettenfilter aus Celluloseacetat bestehen.

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